Akademie Psyche
Fortbildungen
Die Fortbildungen der Akademie Psyche verbinden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit Praxisrelevanz und Fokus auf Neurodiversität und Neurodivergenz. Sie sind neuroaffirmativ gestaltet und unsere Dozent*innen vermitteln Orientierung im Berufsalltag. Unsere Fortbildungen sind bei der PT-Kammer NRW akkreditiert und mit Fortbildungspunkten bewertet.
- 24. / 25.APRIL24. / 25.APRIL
Neurodiversität und Neurodivergenz in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie – Grundlagen für Diagnostik und Therapie
Neurodiversität und Neurodivergenz in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie – Grundlagen für Diagnostik und Therapie
Psychotherapie neu denken: Störung oder neurologische Variante? Das Seminar vermittelt eine leitlinienbasierte, neuroaffirmative Einordnung von Autismus, ADHS und weiteren neurodivergenten Profilen. Im Fokus stehen konkrete Konsequenzen für Anamnese, Diagnostik und therapeutisches Handeln in der KJP-Praxis. | 10:00 - 17:00 Uhr | 20 CME-Punkte
Nicolas MandtKinder- und Jugendlichenpsychotherapeut24. / 25.APRILNeurodiversität und Neurodivergenz in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie – Grundlagen für Diagnostik und Therapie

Nicolas Mandt
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
Neurodiversität und Neurodivergenz – diese Schlagwörter sind mehr als ein Trend. Sie fordern unser diagnostisches und therapeutisches Denken heraus. In der kinder- und jugendpsychotherapeutischen Praxis begegnen uns junge Menschen, deren Wahrnehmung, Denken und Erleben deutlich von der Mehrheitsnorm abweichen. Doch wann sprechen wir von einer Störung? Und wann von einer neurologischen Variante, die erst durch mangelnde Passung mit der Umwelt zu Leid führt?
Dieses Seminar lädt dazu ein, Neurodiversität und Neurodivergenz differenziert und jenseits von Pathologisierung zu betrachten. Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS, Teilleistungsstörungen, Hochbegabung und Hochsensibilität werden sowohl aus diagnostischer als auch aus entwicklungs- und neurobiologischer Perspektive beleuchtet. Aktuelle Klassifikationen (ICD-11), S3-Leitlinien sowie moderne Erklärungsmodelle werden praxisnah eingeordnet. Insbesondere die neuroaffirmative Diagnostik und Therapie von Autismus-Spektrum-Störungen sowie von ADHS werden betrachtet.
Im Zentrum steht die Frage: Was bedeutet eine neuroaffirmative Haltung konkret für unsere psychotherapeutische Arbeit? Wie verändern sich Anamnese, Diagnostik, Beziehungsgestaltung und Intervention? Und wie können wir Ressourcen, Bewältigungsstrategien und individuelle Besonderheiten junger Patient:innen gezielt in den therapeutischen Prozess integrieren?
Das Seminar richtet sich an approbierte KJ-Psychotherapeut*innen, die ihre fachliche Sicherheit vertiefen und ihre Praxis im Umgang mit neurodivergenten Kindern und Jugendlichen reflektiert weiterentwickeln möchten.
Neurodiversität und Neurodivergenz – diese Schlagwörter sind mehr als ein Trend. Sie fordern unser diagnostisches und therapeutisches Denken heraus. In der kinder- und jugendpsychotherapeutischen Praxis begegnen uns junge Menschen, deren Wahrnehmung, Denken und Erleben deutlich von der Mehrheitsnorm abweichen. Doch wann sprechen wir von einer Störung? Und wann von einer neurologischen Variante, die erst durch mangelnde Passung mit der Umwelt zu Leid führt?
Dieses Seminar lädt dazu ein, Neurodiversität und Neurodivergenz differenziert und jenseits von Pathologisierung zu betrachten. Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS, Teilleistungsstörungen, Hochbegabung und Hochsensibilität werden sowohl aus diagnostischer als auch aus entwicklungs- und neurobiologischer Perspektive beleuchtet. Aktuelle Klassifikationen (ICD-11), S3-Leitlinien sowie moderne Erklärungsmodelle werden praxisnah eingeordnet. Insbesondere die neuroaffirmative Diagnostik und Therapie von Autismus-Spektrum-Störungen sowie von ADHS werden betrachtet.
Im Zentrum steht die Frage: Was bedeutet eine neuroaffirmative Haltung konkret für unsere psychotherapeutische Arbeit? Wie verändern sich Anamnese, Diagnostik, Beziehungsgestaltung und Intervention? Und wie können wir Ressourcen, Bewältigungsstrategien und individuelle Besonderheiten junger Patient:innen gezielt in den therapeutischen Prozess integrieren?
Das Seminar richtet sich an approbierte KJ-Psychotherapeut*innen, die ihre fachliche Sicherheit vertiefen und ihre Praxis im Umgang mit neurodivergenten Kindern und Jugendlichen reflektiert weiterentwickeln möchten.
- 08. / 09.Mai08. / 09.Mai
Neurodiversität verstehen und begleiten: Gehirn, Körper und Nervensystem
Neurodiversität verstehen und begleiten: Gehirn, Körper und Nervensystem
Neurodivergente Basisstrukturen wie ADHS oder Autismus können hinter komplexen, therapieresistenten Symptomverläufen stehen – insbesondere bei weiblich sozialisierten Patient:innen mit hoher Anpassungsleistung. Das Seminar beleuchtet geschlechtsspezifische Präsentationen, späte Diagnosen und Komorbiditäten im Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem, Körper und (bindungs-)traumatischen Erfahrungen. Im Fokus stehen integrative diagnostische und therapeutische Konsequenzen für eine passungsorientierte, nachhaltige Behandlung. | 10:00 - 17:00 Uhr | 20 CME-Punkte
Dr. Helen VogtFÄ für Psychosomatik und Psychotherapie08. / 09.MaiNeurodiversität verstehen und begleiten: Gehirn, Körper und Nervensystem

Dr. Helen Vogt
FÄ für Psychosomatik und Psychotherapie
Ähnlich wie Schneeflocken ähneln sich unsere Gehirne nur „von weit weg“ gesehen. Aus der Nähe betrachtet ist jedes Gehirn in der Komplexität seiner Strukturen und Vernetzungen so individuell, dass es absolut einzigartig ist.
In der Psychotherapie zeigen sich nicht selten komplexe Symptomkonstellationen: chronische Erschöpfung, affektive Instabilität, somatische Beschwerden, therapieresistente Verläufe oder wiederkehrende Krisen. Hinter diesen Mustern kann eine bislang unerkannte neurodivergente Basisstruktur stehen, die die gesamte Stressverarbeitung, Emotionsregulation und Beziehungsgestaltung prägt. Besonders bei weiblich sozialisierten Personen bleibt dies häufig lange unerkannt aufgrund hoher Anpassungsleistung.
Das Seminar richtet sich an psychologische Psychotherapeut:innen und beleuchtet neurodivergente Erscheinungsformen wie ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Präsentationen, später Diagnosestellung und komplexer Komorbiditäten. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf den biologischen Wechselwirkungen zwischen Gehirn, Körper und Nervensystem. Hinzu kommen häufig (bindungs-)traumatische Erfahrungen, die bei neurodivergenten Menschen oftmals intensiver verarbeitet werden und ihrerseits neurobiologische und immunologische Prozesse modulieren.
Das Seminar plädiert für einen integrativen, ganzheitlichen Blick: Neurodivergenz wird nicht isoliert psychologisch verstanden, sondern im Kontext von Nervensystem, Körper und Lebensbedingungen. Im Fokus stehen therapeutische Konsequenzen für Diagnostik, Behandlungsplanung und interdisziplinäre Zusammenarbeit – ebenso wie die Einbindung von Selbstregulationsstrategien, hormoneller und medikamentöser Mitbehandlung sowie alltagsnaher Stabilisierung. Ziel ist es, neurodivergente Patient:innen differenzierter zu verstehen und Behandlungsprozesse nachhaltiger, passungsorientierter und wirksamer zu gestalten.
Ähnlich wie Schneeflocken ähneln sich unsere Gehirne nur „von weit weg“ gesehen. Aus der Nähe betrachtet ist jedes Gehirn in der Komplexität seiner Strukturen und Vernetzungen so individuell, dass es absolut einzigartig ist.
In der Psychotherapie zeigen sich nicht selten komplexe Symptomkonstellationen: chronische Erschöpfung, affektive Instabilität, somatische Beschwerden, therapieresistente Verläufe oder wiederkehrende Krisen. Hinter diesen Mustern kann eine bislang unerkannte neurodivergente Basisstruktur stehen, die die gesamte Stressverarbeitung, Emotionsregulation und Beziehungsgestaltung prägt. Besonders bei weiblich sozialisierten Personen bleibt dies häufig lange unerkannt aufgrund hoher Anpassungsleistung.
Das Seminar richtet sich an psychologische Psychotherapeut:innen und beleuchtet neurodivergente Erscheinungsformen wie ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Präsentationen, später Diagnosestellung und komplexer Komorbiditäten. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf den biologischen Wechselwirkungen zwischen Gehirn, Körper und Nervensystem. Hinzu kommen häufig (bindungs-)traumatische Erfahrungen, die bei neurodivergenten Menschen oftmals intensiver verarbeitet werden und ihrerseits neurobiologische und immunologische Prozesse modulieren.
Das Seminar plädiert für einen integrativen, ganzheitlichen Blick: Neurodivergenz wird nicht isoliert psychologisch verstanden, sondern im Kontext von Nervensystem, Körper und Lebensbedingungen. Im Fokus stehen therapeutische Konsequenzen für Diagnostik, Behandlungsplanung und interdisziplinäre Zusammenarbeit – ebenso wie die Einbindung von Selbstregulationsstrategien, hormoneller und medikamentöser Mitbehandlung sowie alltagsnaher Stabilisierung. Ziel ist es, neurodivergente Patient:innen differenzierter zu verstehen und Behandlungsprozesse nachhaltiger, passungsorientierter und wirksamer zu gestalten.
- 19. / 20.JUNI19. / 20.JUNI
Neuroaffirmative Autismus-Diagnostik bei Erwachsenen
Neuroaffirmative Autismus-Diagnostik bei Erwachsenen
Das Basisseminar bietet eine fundierte Einführung in die neuroaffirmative Autismus-Diagnostik bei Erwachsenen und versteht Autismus als neurodivergente Ausprägung statt Defizit. Es reflektiert historische Entwicklungen, Fehl- und Unterdiagnosen sowie ethische Aspekte und vermittelt praxisnah Screening, Erstgespräch, Indikationsstellung und neuroaffirmative Gesprächsführung. Ein Schwerpunkt liegt auf biografischer Einordnung und differenzialdiagnostischer Abgrenzung zu ADHS, Trauma-, affektiven und Persönlichkeitsstörungen sowie somatischen Einflussfaktoren. | 10:00 - 17:00 Uhr | 20 CME-Punkte
Maria EtlenderPsychologische Psychotherapeutin19. / 20.JUNINeuroaffirmative Autismus-Diagnostik bei Erwachsenen

Maria Etlender
Psychologische Psychotherapeutin
Dieses Basisseminar vermittelt eine fundierte Einführung in die neuroaffirmative Autismus-Diagnostik bei Erwachsenen. Im Mittelpunkt steht ein wertschätzendes, ressourcenorientiertes Menschenbild, das Autismus nicht als Defizit, sondern als neurodivergente Ausprägung menschlicher Wahrnehmung, Kommunikation und Informationsverarbeitung versteht.
Nach einer historischen Einordnung der Autismus-Diagnostik werden Auswirkungen historischer Annahmen auf heutige Diagnostikpraxis, Fehl- und Unterdiagnosen (insbesondere bei Frauen, queeren Personen und mehrfach marginalisierten Gruppen) sowie ethische Fragestellungen reflektiert. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Screeningverfahren und deren Einordnung im diagnostischen Prozess. Darauf aufbauend werden Erstgespräch, Auftragsklärung und Indikationsstellung behandelt. Thematisiert werden eine neuroaffirmative Gesprächsführung, der Umgang mit Selbsterkenntnis und Vorwissen der Patient*innen, Masking- und Camouflaging-Phänomene sowie die Bedeutung von Sicherheit, Transparenz und Erwartungsklärung im diagnostischen Setting.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die biografische Einordnung autistischer Merkmale über die Lebensspanne, auch bei fehlender Fremdeinschätzung, sowie Grundlagen der differenzialdiagnostischen Abklärung mit Wechelwirkungen und Überschneidungen zwischen Autismus, ADHS, Traumafolgestörungen, affektiven Störungen, Persönlichkeitsakzentuierungen und somatischen Einflussfaktoren.
Dieses Basisseminar vermittelt eine fundierte Einführung in die neuroaffirmative Autismus-Diagnostik bei Erwachsenen. Im Mittelpunkt steht ein wertschätzendes, ressourcenorientiertes Menschenbild, das Autismus nicht als Defizit, sondern als neurodivergente Ausprägung menschlicher Wahrnehmung, Kommunikation und Informationsverarbeitung versteht.
Nach einer historischen Einordnung der Autismus-Diagnostik werden Auswirkungen historischer Annahmen auf heutige Diagnostikpraxis, Fehl- und Unterdiagnosen (insbesondere bei Frauen, queeren Personen und mehrfach marginalisierten Gruppen) sowie ethische Fragestellungen reflektiert. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Screeningverfahren und deren Einordnung im diagnostischen Prozess. Darauf aufbauend werden Erstgespräch, Auftragsklärung und Indikationsstellung behandelt. Thematisiert werden eine neuroaffirmative Gesprächsführung, der Umgang mit Selbsterkenntnis und Vorwissen der Patient*innen, Masking- und Camouflaging-Phänomene sowie die Bedeutung von Sicherheit, Transparenz und Erwartungsklärung im diagnostischen Setting.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die biografische Einordnung autistischer Merkmale über die Lebensspanne, auch bei fehlender Fremdeinschätzung, sowie Grundlagen der differenzialdiagnostischen Abklärung mit Wechelwirkungen und Überschneidungen zwischen Autismus, ADHS, Traumafolgestörungen, affektiven Störungen, Persönlichkeitsakzentuierungen und somatischen Einflussfaktoren.
- 17. / 18.JULI17. / 18.JULI
Menschen im Autismus-Spektrum in der Psychotherapie – Grundlagen-Seminar und Vertiefung
Menschen im Autismus-Spektrum in der Psychotherapie – Grundlagen-Seminar und Vertiefung
Autismus ist trotz zunehmender Aufmerksamkeit fachlich oft unzureichend differenziert verstanden, insbesondere im Zusammenspiel mit sekundären psychischen Belastungen. Das Seminar vermittelt anhand anschaulicher Modelle wie "sozialer Autopilot", "Drei-Ebenen" sowie "Zwei-Welten" die Ätiologie, Grundproblematik und Marker-Symptome, um Diagnostik fundiert zu explorieren und Betroffene entlastend zu begleiten. Im Fokus stehen ressourcenorientierte therapeutische Konsequenzen, passende Rahmenbedingungen und eine haltungsbezogene Ausrichtung für wirksame Psychotherapie. | 10:00 - 17:00 Uhr | 20 CME-Punkte
Brit WilczekPsychologische Psychotherapeutin17. / 18.JULIMenschen im Autismus-Spektrum in der Psychotherapie – Grundlagen-Seminar und Vertiefung

Brit Wilczek
Psychologische Psychotherapeutin
Autismus ist in seiner Vielfalt an Erscheinungsbildern und in seinen Kernproblemen auch in Fachkreisen noch wenig bekannt. Zugleich sind sehr viele Menschen im Autismus-Spektrum zusätzlich von sekundären psychischen Beeinträchtigungen wie Ängsten, Depressionen, Zwangsstörungen und psychosomatischen Beschwerden betroffen. Immer mehr Betroffene suchen dann nach Klärung und professioneller Unterstützung in psychotherapeutischen und fachärztlichen Praxen und anderen klinischen Settings.
Das Seminar veranschaulicht anhand anschaulicher Erklärungs- und Visualisierungsmodelle die Grundproblematik und Ätiologie des Autismus und stellt „Marker-Symptome“ vor, die auf eine „Autismus-Spektrum-Störung“ hinweisen können, so dass die Diagnose in der Folge fundiert exploriert, ggfls. bestätigt und dem Betroffenen entlastend vermittelt werden kann. Gemeinsam können auf dieser Grundlage belastende Erfahrungen und sekundär entstandene psychische Störungen neu wahr- und ernstgenommen, autistische Bewältigungsstrategien als Ressourcen entdeckt und so ein stimmiges Selbstbild entwickelt werden. Die therapeutische Utilisation solcher spezifischen und individuellen Erkenntnisse ermöglicht die Erschließung stimmiger Lösungswege und passender Lebensperspektiven. In der Vertiefung werden auch unterstützende äußere Rahmenbedingungen sowie hilfreiche bzw. notwendige Voraussetzungen in der Haltung und Herangehensweise seitens des/der Therapeut*in betrachtet, damit Psychotherapie wirksam und passend sein kann.
Autismus ist in seiner Vielfalt an Erscheinungsbildern und in seinen Kernproblemen auch in Fachkreisen noch wenig bekannt. Zugleich sind sehr viele Menschen im Autismus-Spektrum zusätzlich von sekundären psychischen Beeinträchtigungen wie Ängsten, Depressionen, Zwangsstörungen und psychosomatischen Beschwerden betroffen. Immer mehr Betroffene suchen dann nach Klärung und professioneller Unterstützung in psychotherapeutischen und fachärztlichen Praxen und anderen klinischen Settings.
Das Seminar veranschaulicht anhand anschaulicher Erklärungs- und Visualisierungsmodelle die Grundproblematik und Ätiologie des Autismus und stellt „Marker-Symptome“ vor, die auf eine „Autismus-Spektrum-Störung“ hinweisen können, so dass die Diagnose in der Folge fundiert exploriert, ggfls. bestätigt und dem Betroffenen entlastend vermittelt werden kann. Gemeinsam können auf dieser Grundlage belastende Erfahrungen und sekundär entstandene psychische Störungen neu wahr- und ernstgenommen, autistische Bewältigungsstrategien als Ressourcen entdeckt und so ein stimmiges Selbstbild entwickelt werden. Die therapeutische Utilisation solcher spezifischen und individuellen Erkenntnisse ermöglicht die Erschließung stimmiger Lösungswege und passender Lebensperspektiven. In der Vertiefung werden auch unterstützende äußere Rahmenbedingungen sowie hilfreiche bzw. notwendige Voraussetzungen in der Haltung und Herangehensweise seitens des/der Therapeut*in betrachtet, damit Psychotherapie wirksam und passend sein kann.
- 26.September26.September
Autismus, Trauma und Bewältigung
Autismus, Trauma und Bewältigung
Trauma-typische Symptome sind bei Menschen im Autismus-Spektrum häufig und stellen Therapeut:innen vor besondere Herausforderungen. Das Seminar beleuchtet Ursachen, Mechanismen und Risikofaktoren aus sensorischer, sozialer und entwicklungspsychologischer Perspektive und macht autistisches Erleben über anschauliche Modelle nachvollziehbar. Im Fokus stehen praxisnahe Ansätze zur Prävention und Bewältigung traumatischer Erfahrungen über die gesamte Lebensspanne. | 10:00 - 17:00 Uhr | 10 CME-Punkte
Brit WilczekPsychologische Psychotherapeutin26.SeptemberAutismus, Trauma und Bewältigung

Brit Wilczek
Psychologische Psychotherapeutin
In der Therapie mit Menschen im Autismus-Spektrum zeigen sich häufig psychische Beschwerden, die an eine Trauma-Symptomatik erinnern: massive Ängste, die für die Betroffenen selbst manchmal nicht erklärbar sind, ständige Alarmbereitschaft und hohe Reizbarkeit, quälendes Grübeln bis hin zu Zwangsgedanken, Schlafstörungen und Alpträume, plötzlich auftauchende Erinnerungen, die zu Stimmungsschwankungen und Einbrüchen der Konzentration und Leistungsfähigkeit führen, Depressionen bis hin zu Suizidgedanken – all dies sind Symptome, wie sie auch bei traumatisierten Menschen beobachtbar sind und von den Betroffenen genau so erlebt und beschrieben werden.
Das Seminar geht den Ursachen solcher Trauma-typischen Erfahrungen nach und widmet sich der Frage, wieso gerade Menschen im Autismus-Spektrum so häufig davon betroffen sind. Hierfür wird über verschiedene visuelle Modelle und Vorstellungsbilder dem autistischen Erleben nachgespürt, wobei sowohl sensorische als auch soziale Aspekte berücksichtigt werden. Aus den so gewonnenen Erkenntnissen können sodann gemeinsam Ansätze zur Prävention und Bewältigung traumatischer Erfahrungen abgeleitet werden. Dabei werden auslösende Faktoren wie auch geeignete Präventions- und Bewältigungsstrategien über die gesamte Lebensspanne in den Blick genommen.
In der Therapie mit Menschen im Autismus-Spektrum zeigen sich häufig psychische Beschwerden, die an eine Trauma-Symptomatik erinnern: massive Ängste, die für die Betroffenen selbst manchmal nicht erklärbar sind, ständige Alarmbereitschaft und hohe Reizbarkeit, quälendes Grübeln bis hin zu Zwangsgedanken, Schlafstörungen und Alpträume, plötzlich auftauchende Erinnerungen, die zu Stimmungsschwankungen und Einbrüchen der Konzentration und Leistungsfähigkeit führen, Depressionen bis hin zu Suizidgedanken – all dies sind Symptome, wie sie auch bei traumatisierten Menschen beobachtbar sind und von den Betroffenen genau so erlebt und beschrieben werden.
Das Seminar geht den Ursachen solcher Trauma-typischen Erfahrungen nach und widmet sich der Frage, wieso gerade Menschen im Autismus-Spektrum so häufig davon betroffen sind. Hierfür wird über verschiedene visuelle Modelle und Vorstellungsbilder dem autistischen Erleben nachgespürt, wobei sowohl sensorische als auch soziale Aspekte berücksichtigt werden. Aus den so gewonnenen Erkenntnissen können sodann gemeinsam Ansätze zur Prävention und Bewältigung traumatischer Erfahrungen abgeleitet werden. Dabei werden auslösende Faktoren wie auch geeignete Präventions- und Bewältigungsstrategien über die gesamte Lebensspanne in den Blick genommen.
- 09. / 10.Oktober09. / 10.Oktober
Psychopharmakologische Grundlagen und Medikation bei ADHS, ASS und Komorbiditäten
Psychopharmakologische Grundlagen und Medikation bei ADHS, ASS und Komorbiditäten
Psychopharmakologische Entscheidungen sind bei ADHS, Autismus und Komorbiditäten häufig komplex. Das Seminar vermittelt verständlich die Grundlagen der Psychopharmakologie, gängige Medikationen und deren Wirkweise im klinischen Alltag. Im Fokus stehen praxisrelevante Fragen, individuelle Unterschiede in der Wirkung und der reflektierte Umgang mit verbreiteten Mythen. | 10:00 - 17:00 Uhr | 20 CME-Punkte
Dr. Günther EndrassFacharzt für Neurologie und Psychiatrie09. / 10.OktoberPsychopharmakologische Grundlagen und Medikation bei ADHS, ASS und Komorbiditäten

Dr. Günther Endrass
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
Mit der Diagnostik von ADHS oder Autismus-Spektrum-Störungen – und besonders bei komorbiden Erkrankungen – stellt sich häufig die Frage nach einer passenden medikamentösen Behandlung. Für Psychotherapeut:innen ist es dabei hilfreich zu verstehen, wie Psychopharmaka wirken, welche Medikamente typischerweise eingesetzt werden und worauf im Verlauf zu achten ist.
Das Seminar vermittelt praxisnah die wichtigsten psychopharmakologischen Grundlagen, gibt einen Überblick über gängige Medikationen bei ADHS, ASS und Komorbiditäten und erklärt verständlich, wie Medikamente im Körper verstoffwechselt werden – und warum sie bei unterschiedlichen Patient:innen unterschiedlich wirken. Ergänzt wird der Vortrag durch die Einordnung verbreiteter Mythen sowie durch Antworten auf häufige Fragen aus der psychotherapeutischen Praxis.
Mit der Diagnostik von ADHS oder Autismus-Spektrum-Störungen – und besonders bei komorbiden Erkrankungen – stellt sich häufig die Frage nach einer passenden medikamentösen Behandlung. Für Psychotherapeut:innen ist es dabei hilfreich zu verstehen, wie Psychopharmaka wirken, welche Medikamente typischerweise eingesetzt werden und worauf im Verlauf zu achten ist.
Das Seminar vermittelt praxisnah die wichtigsten psychopharmakologischen Grundlagen, gibt einen Überblick über gängige Medikationen bei ADHS, ASS und Komorbiditäten und erklärt verständlich, wie Medikamente im Körper verstoffwechselt werden – und warum sie bei unterschiedlichen Patient:innen unterschiedlich wirken. Ergänzt wird der Vortrag durch die Einordnung verbreiteter Mythen sowie durch Antworten auf häufige Fragen aus der psychotherapeutischen Praxis.
- 06. / 07.November06. / 07.November
ADHS im Erwachsenenalter – Diagnostik und Therapie mit Exkurs zu weiblichem ADHS
ADHS im Erwachsenenalter – Diagnostik und Therapie mit Exkurs zu weiblichem ADHS
ADHS im Erwachsenenalter zeigt sich häufig komplex, spät erkannt und jenseits klassischer Lehrbuchbilder – besonders bei Frauen. Das Seminar vermittelt praxisnah diagnostische Besonderheiten, typische Verläufe, Komorbiditäten und differenzialdiagnostische Abgrenzungen zu Depression, Angst, Trauma und Persönlichkeitsmerkmalen. Ziel ist eine größere diagnostische Sicherheit und eine passungsorientierte therapeutische Begleitung erwachsener ADHS-Patient:innen. | 10:00 - 17:00 Uhr | 20 CME-Punkte
Dr. Astrid Neuy-LobkowiczFÄ für Psychosomatik und Psychotherapie06. / 07.NovemberADHS im Erwachsenenalter – Diagnostik und Therapie mit Exkurs zu weiblichem ADHS

Dr. Astrid Neuy-Lobkowicz
FÄ für Psychosomatik und Psychotherapie
ADHS im Erwachsenenalter zeigt sich oft komplex, vielgestaltig und jenseits klassischer Lehrbuchbilder. Viele Betroffene blicken auf lange Leidenswege zurück, geprägt von Fehl- oder Spätdiagnosen, komorbiden Störungen und dem Gefühl, „nicht zu passen“. Besonders bei Frauen bleibt ADHS häufig unerkannt, da sich die Symptomatik weniger hyperaktiv, dafür stärker internalisierend, kompensierend oder erschöpfungsnah präsentiert.
Auf Grundlage langjähriger klinischer Erfahrung widmet sich dieses Seminar einer vertieften, praxisnahen Auseinandersetzung mit dem Störungsbild. Behandelt werden diagnostische Besonderheiten, typische Verlaufsformen, häufige Komorbiditäten sowie differenzialdiagnostische Fragestellungen – insbesondere im Spannungsfeld von Depression, Angst, Trauma und Persönlichkeitsmerkmalen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis weiblicher ADHS-Verläufe, ihren spezifischen Belastungsdynamiken und den Gründen für die häufige Unterdiagnostik. Ziel des Seminars ist es, Psychotherapeut:innen eine fundierte Orientierung zu geben, um ADHS im Erwachsenenalter sicherer zu erkennen, einzuordnen und therapeutisch angemessen zu begleiten.
ADHS im Erwachsenenalter zeigt sich oft komplex, vielgestaltig und jenseits klassischer Lehrbuchbilder. Viele Betroffene blicken auf lange Leidenswege zurück, geprägt von Fehl- oder Spätdiagnosen, komorbiden Störungen und dem Gefühl, „nicht zu passen“. Besonders bei Frauen bleibt ADHS häufig unerkannt, da sich die Symptomatik weniger hyperaktiv, dafür stärker internalisierend, kompensierend oder erschöpfungsnah präsentiert.
Auf Grundlage langjähriger klinischer Erfahrung widmet sich dieses Seminar einer vertieften, praxisnahen Auseinandersetzung mit dem Störungsbild. Behandelt werden diagnostische Besonderheiten, typische Verlaufsformen, häufige Komorbiditäten sowie differenzialdiagnostische Fragestellungen – insbesondere im Spannungsfeld von Depression, Angst, Trauma und Persönlichkeitsmerkmalen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis weiblicher ADHS-Verläufe, ihren spezifischen Belastungsdynamiken und den Gründen für die häufige Unterdiagnostik. Ziel des Seminars ist es, Psychotherapeut:innen eine fundierte Orientierung zu geben, um ADHS im Erwachsenenalter sicherer zu erkennen, einzuordnen und therapeutisch angemessen zu begleiten.
- 27. / 28.NOVEMBER27. / 28.NOVEMBER
Neurodivergenz, Geschlechtsdysphorie und Transitionsbegleitung
Neurodivergenz, Geschlechtsdysphorie und Transitionsbegleitung
Geschlechtliche Vielfalt sicher und leitlinienorientiert begleiten. Das Seminar vermittelt aktuelles Wissen zu Diagnostik, Entpathologisierung (ICD-11, DSM-5), S3-Leitlinie, Indikationsstellung und rechtlichen Rahmenbedingungen – mit besonderem Blick auf Neurodivergenz, Minderheitenstress und Komorbiditäten. Im Fokus steht die Entwicklung einer fachlich fundierten, reflektierten therapeutischen Haltung für die Praxis. | 10:00 - 17:00 Uhr | 20 CME-Punkte
Noa Verena JuriljPsychologische Psychotherapeut*in27. / 28.NOVEMBERNeurodivergenz, Geschlechtsdysphorie und Transitionsbegleitung

Noa Verena Jurilj
Psychologische Psychotherapeut*in
Noch immer lösen trans*- und nicht-binäre Patient*innen bei vielen Psychotherapeut*innen Verunsicherung aus – aus Sorge, etwas falsch zu machen: Sprachlich, diagnostisch oder im Hinblick auf rechtliche und medizinische Fragen. Gleichzeitig wächst der Anspruch, diesen Patient*innen fachlich kompetent, respektvoll und leitliniengemäß zu begegnen.
Dieses Seminar vermittelt fundiertes Wissen zu geschlechtlicher Vielfalt, aktueller Diagnostik im Kontext der Entpathologisierung (ICD-11, DSM-5), die Empfehlungen der S3-Leitlinie sowie Fragen zur Befundung und Begutachtung inklusive Indikationsschreiben und rechtlicher Rahmenbedingungen. Ein besonderer Fokus liegt auf neurodivergenten Patient*innen, Minderheitenstress sowie häufigen Begleiterkrankungen wie Traumafolgestörungen oder Borderline-Symptomatik.
Durch fachlichen Input, Fallarbeit, Rollenspiele und Austausch unterstützt die Fortbildung dabei, eine sichere therapeutische Haltung zu entwickeln, Unsicherheiten abzubauen und konkrete Handlungskompetenz für die psychotherapeutische Praxis zu gewinnen.
Noch immer lösen trans*- und nicht-binäre Patient*innen bei vielen Psychotherapeut*innen Verunsicherung aus – aus Sorge, etwas falsch zu machen: Sprachlich, diagnostisch oder im Hinblick auf rechtliche und medizinische Fragen. Gleichzeitig wächst der Anspruch, diesen Patient*innen fachlich kompetent, respektvoll und leitliniengemäß zu begegnen.
Dieses Seminar vermittelt fundiertes Wissen zu geschlechtlicher Vielfalt, aktueller Diagnostik im Kontext der Entpathologisierung (ICD-11, DSM-5), die Empfehlungen der S3-Leitlinie sowie Fragen zur Befundung und Begutachtung inklusive Indikationsschreiben und rechtlicher Rahmenbedingungen. Ein besonderer Fokus liegt auf neurodivergenten Patient*innen, Minderheitenstress sowie häufigen Begleiterkrankungen wie Traumafolgestörungen oder Borderline-Symptomatik.
Durch fachlichen Input, Fallarbeit, Rollenspiele und Austausch unterstützt die Fortbildung dabei, eine sichere therapeutische Haltung zu entwickeln, Unsicherheiten abzubauen und konkrete Handlungskompetenz für die psychotherapeutische Praxis zu gewinnen.
Über die Akademie Psyche
Die Akademie Psyche steht für einen Paradigmenwechsel in der psychotherapeutischen Fortbildung – gegründet 2017 aus unserer praktischen Erfahrung als Psychotherapeut*innen und Supervisor*innen und der eigenen Unsicherheit in der therapeutischen Arbeit bei dem Wunsch, komplex anmutende Fälle wirklich zu verstehen.
Unser Ziel ist die Modernisierung der Fortbildung für Psychotherapeut*innen auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Neurodiversität und Neurodivergenz. Unsere Fortbildungen sind neuro-affirmativ und neuro-friendly. Sie schaffen Lernräume, in denen Selbstregulation möglich ist, Sinnesreize bewusst gestaltet werden können und Teilnehmende gut für sich sorgen können.
Unsere Dozent*innen sind ausgewiesene Expert*innen in ihrem Fachgebiet und engagieren sich für die Weiterentwicklung der Lehre, für ihre Patient*innen und für exzellente Fortbildungen. Ein erfahrenes Organisationsteam begleitet jede Veranstaltung, damit sich unsere Dozent*innen vollständig auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren können.
Gegründet




